Montag, 26. April 2010

Happy Easter!

04.04.2010:

An Ostern lud uns unsere Chefin Gilly und ihr Mann Mike zum Dinner ein. Es gab Lamm mit Yorkshire Pudding, Kumaras, Mintsauce und Veges. Very British, but tasty! Es war ein richtig toller Abend! Und eine kleine Osterueberraschung hatten die beiden auch noch parat: Schoko-Eastereggs! Und wir haben einen Haustuerschluessel bekommen um ein Doppelzimmer mit eigenem Bad im Erdgeschoss beziehen zu koennen: Sleep in a 'real' bed! You are welcome anytime. Somit erfuhren wir die "neuseelaendische" Gastfreundlichkeit. (PS: Gilly und Mike stammen aus England...)

So genossen wir das diesjaehrige Osterfest zwar fern der Heimat, aber dennoch "familiaer". Einfach toll.

Beach Hop

25.03. - 27.03.:

Beach Hop war angesagt! (Zugegeben es liegt schon wieder eine Weile zurück, aber dennoch wollen wir euch hier wenigstens einpaar Bilder zeigen.)

Bei diesem alljaehrlich stattfindenden Festival treffen sich die heissesten Oefen auf vier Raedern im benachbarten Whangamata und praesentieren sich. Am Donnerstag (25.) tourten die knapp 250 "Oldtimer" nach Tairua. Leider hatten wir noch wenig Zeit einpaar Blicke zu erhaschen, da das Café bis zum Ueberlaufen voll war!


Obwohl wir auch am Samstag, dem Hoehepunkt des Festivals mit Parade durch Whangamata, arbeiten mussten, liessen wir es uns nicht nehmen am Abend dort hinzuduesen. Dabei durften wir auch das erste Mal eine neuseelaendische Polizeikontrolle miterleben... Hier wird sowas ordentlicher durchgefuehrt als in der Heimat. Alkoholtests werden mittels Straßensperren unumgaenglich. Jeder, ja jeder wird getestet. Wenden unmoeglich, durch geschickte Sperren mitten auf einem Highway. Das witzige beim Alc-Testing: nicht pusten! Sondern von 1 bis 5 zaehlen, also one-two-three-four-five. Das erfordert schon Konzentration von Ungeuebten ;) Na jedenfalls schafften wir es ohne Probleme durch diese und 3 weitere Kontrollen an diesem Abend mit "No Alcohol" zum Festival. Hier schafften wir es jedoch nur auf einen Supermarktparkplatz, weil die ganze Stadt voller Autos war. Und so ging es dann von dort aus los...

Montag, 12. April 2010

East Cape

22.03.-24.03.2010:

Vor uns standen 3 freie Tage. Die nutzten wir um ans ca. 600km entfernte Ostkap zu fahren. Unseren ersten Stop legten wir in Katikati ein, wo uns die vielen Wandmalereien sofort auffielen.


Entlang des SH2, vorbei an Bethlehem :-), kamen wir nach Tauranga und Mt. Manganui. Tauranga boomt seit den 90iger Jahren und gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten in Neuseeland. Um dem Großstadtgetummel zu entgehen, umfuhren wir Tauranga und machten wir einen Stop in Mt. Manganui (Großer Berg) - benannt nach dem 232m hohen Hügel am Meer.



Dort genossen wir italienisches Eis (Gelato), welches wesentlich schmackhafter war als das aus dem Pappkarton.

Weiter ging es nach Te Puke, der Kiwi-Hauptstadt der Welt.

Wir nutzten die Gelegenheit, um unser Wissen über Kiwis (Kiwifrüchte) auszubessern. Die Kiwi stammt ursprünglich aus China, wo sie als Affenfrucht bekannt war. Als sie nach Neuseeland kam,wesentlich kleiner als man sie heute kennt, wurde sie in chinesische Stachelbeere umgetauft. Clevere Kiwis züchteten um einiges größer. In den 50iger Jahren begann der Export und die Kiwi wurde mit dem Markennamen Zespri versehen. Es gibt 2 verschiedene Kiwifrüchte: die Grüne mit pelziger
Haut und die "Goldene" mit glatter Haut.

Diese und viele weiter Informationen sowie lustige Souveniers fanden wir im KIWI360° Center, wo sich ALLES um die Kiwi dreht.


Entlang des Pazific-Coast-Highway ging es durch spektakuläre Landschaften nach Whatakana, wo wir unsere Nahrungsmittel auffüllen konnten (OneCard Special im Countdown!) und Opotiki, dem Tor zum East Cape.


Mit Einbruch der Abenddämmerung suchten wir uns eine Bleibe für die Nacht, von der man in relativ kurzer Zeit ans East Cape gelangen kann, um mit zu den ersten Menschen zu gehören, die den neuen Tag erleben.


Nirgendwo sonst in Neuseeland ist es auch nur annähernd so abgeschieden wie hier am East Cape. So genossen wir unser Frühstück in eher rauer und ungemühtlicher Küstenlandschaft.


Bei unserer Weiterfahrt Richtung Gisborne vernahmen wir ein unerwartetes Geräuch: an unseren Van hatte sich der Auspuff modifiziert, um genau zu sagen abgetrennt. Trönend düsten wir durch die Landschaft auf der Suche nach einer Werkstatt im Nirgendwo.


Vorbei an Schafherden ging es nach Tolaga Bay in die nächste Garage, wie uns der Schäfer empfahl. Nach kurzer Diagnose bot man uns an, das Endrohr wieder an den Endschalldämpfer anzuschweißen. Unterdessen bummelten wir durch den Ort, der aus nicht mehr als 4 Straßen und einer Hand voll Häuser bestand. Für $40 konnten wir unseren Van nach 1 Stunde wieder abholen und unsere Fahrt fortsetzten. Ganz in der Nähe befand sich neuseelands längste Pier (660m).


Weiter ging es nach Gisborne, welches vorallem bekannt wurde nachdem 1769 Kaptain Cook hier an Land ging.


Gisborne liegt eingequetscht zwischen Surfstränden und einem Meer aus Chardonnay und behauptet stolz von sich, die Stadt auf Erden zu sein, die die Sonne als Erste sieht. Okay, Gisborne hat mehr Sonnentage als jede andere Stadt in Neuseeland. Von Gisborne ging es zurück nach Whatakane, wo wir übernachten wollten, um die Stadt am nächsten Tag zu erkunden.


Auf Grund des schlechten Wetter verschaften wir uns nur eine Überblick vom Lookout und entscheiden uns alsbald die "Heimreise" nach Tairua anzutreten. Schließlich findet am nächsten Tag das Beach Hop statt und die Arbeit im Cafe rief.

Samstag, 10. April 2010

Waihi - Karangahake - Paeroa - Te Aroha - Matamata

17.03.2010-19.03.2010:

Gestern hatten wir fuer etwa 4 Stunden einen Stromausfall auf der ganzen Halbinsel. "No Power? No Problem!" lautete das Motto und das Restaurant war voll bis auf den letzten Platz. Die meisten Kiwis waren nicht auf einen solchen Stromausfall vorbereitet und viele hatten nur Elektroherde, so dass sie sich im Restaurant einquartierten. Gut, wir hatten Gas, aber kochen im dunkeln? Unsere Headlights waren die Lösung. Wie gut, wenn man seine "Wohnung" vorm Restaurant an der Straße stehen hat. Nachdem gegen 21 Uhr der Strom wieder kam hatten auch wir nach den letzten Handgriffen Feierabend. Wir hatten die folgenden 2 Tage frei und mussten "mal raus" aus Tairua. Die Nacht schafften wir es allerdings nicht mehr weit und campten unmittelbar am Strand bei Oputere im Wharekawa Harbour Sandspit Wildlife Refuge.

Am morgen liessen wir es uns nicht nehmen gleich an den Strand zu gehen...


Fuer einen kurzen "swim" war die Brandung allerdings zu stark. Selbst einpaar Surfer (Oh Wunder!) machten kehrt.

Also machten auch wir uns nach einem kurzen Picnic auf den Weg nach Waihi. Wo andere im Zentrum Geldautomaten haben, hat Waihi...


eine riesige Goldmiene! Seit 1988 ist sie wieder aktiv, nachdem sie knapp 35 Jahre geschlossen war. Immerhin werden hier 3-6g Gold je Tonne Gestein gewonnen. Nunja...vielleicht kommt man via Geldautomat doch schneller an "Reichtuemer" heran. Die ganze Region war ehemals die groesste Goldgraeberregion in Neuseeland.


Zwischen Waihi und Waikino, einem kleinen beschaulichen Ort etwa 15km von Waihi entfernt, verkehrt noch heute eine alte Eisenbahn dreimal am Tag. Diese Fahrt (45min) wollten wir uns nicht entgehen lassen. Hey, Eisenbahnfahren in Neuseeland! Allerdings wollten wir von Waikino nach Waihi und wieder zurueck, um die Zeit dazwischen in Waihi dann zu verbummeln. Also auf nach Waikino.


Wie es der Zufall allerdings wollte, warteten 3(!!) Busse an der Waikino Station, um eine unzaehlbare Truppe Kids nach Waihi zu chauffieren. Nagut, der Bahnhof bot ein einladendes Café. :)

Weiter ging es anschliessend in Richtung Karangahake, wo es viele wunderbare Wanderwege geben soll. Unterwegs machten wir einen kurzen Abstecher zu den bisher zweit-schoensten Wasserfaellen, den Owharoa Falls.



Natuerlich wollten wir einpaar Tracks des Karangahake George Historic Walkway ablaufen. Einer fuehrte uns dabei durch einen 1km langen Tunnel und an alten Staetten, die an die Bergbauzeiten erinnerten, vorbei.





Hamburg-Sued? Home, Sweet Home!


Nachdem wir knapp 2,5h gewandert waren, fuhren wir weiter gen Sueden, nach Paeroa. Hier wurde einst die "worldfamous in New Zealand" Limonade "L&P" (Lemon and Paeroa) hergestellt. Mittlerweile wird die suesse Brause mit Zitronenschuss vom Marktriesen CocaCola in Auckland "gebraut".


Ueber den Geschmack kann man sicherlich streiten. Zuckerwasser mit einen Spritzer Zitrone?!?

Das Beste zum Schluss... die Nacht verbrachten wir in Athenree. Keine Ahnung wie wir da nun tatsaechlich hingekommen sind. Urspruenglich wollten wir in Waihi Beach uebernachten. Unser Guide schlug uns allerdings Athenree vor. Nur fuehrte da irgendwie keine Strasse hin. Es war dunkel, wir irrten bestimmt 1h herum... Letztlich parkten wir in... nun, ich nenne es mal "Musterhauspark", wo es bis auf ein Musterhaus (und das war nur Fassade mit Dach) nur freie Grundstuecke gab, hinterm Gebuesch in eben diesem Park. Gut wenn man eben seine Wohnung schon mit dabei hat! Grundstuecke waren ja da... ;)
PS: Leider ohne Foto, da a) dunkel und b) wir mit Blitzlicht sicherlich irgendeine Aufmerksamkeit auf uns gelenkt haetten. (Ein Musterhaus, in dem nachts fotografiert wird?!)

Daher nur der Blick ueber die Grundstuecksgrenzen hinweg in der Morgendaemmerung.


Wir rueckten zeitig ab, nicht das irgendeinem Kiwi einfiel heute im Musterhauspark den Rasen zu maehen. Unsere Tour fuehrte uns von - wie sich nun herausstellte - Athenree (ja wir waren dort und wahrscheinlich nur 1km vom im Guide vorgeschlagenen Camp entfernt) nach Katikati, wo wir das gesparte Uebernachtungsgeld beim Baecker in ein Fruehstueck investierten.

Anschliessend ging es weiter nach Matamata alias Hobbiton!


Natuerlich wuerden wir auch gerne einen Blick auf die aus Herr der Ringe bekannten Hobbit-Huetten werfen wollen und das Auenland besuchen wollen. Aber $50 per Person erschien uns uebertrieben um Ueberreste einstiger Kulissen zu sehen, die aufgrund von Copyright-Bestimmungen abgerissen werden mussten?! Da kam uns die Idee: Wir folgen in unserem Van einfach dem Tour-Bus, der die zahlfreudigeren Touris zum ehemaligen Schauplatz bringt.


Da hinten irgendwo soll es sein. Aber fuer uns war am Gate schluss. Nur Tourbussen wurde vom Schaffarmer, der neben seinem Business eben auch noch Ordner und Touriguide war, Einlass gewaehrt. Aber wir fanden gleich ums Eck eine andere Attraktion: eine Flugshow! Ach nein, es war nur ein Farmer der sein weites Land duengte. Naja, aber interessant zuzusehen.


Weiter ging es danach zu den Waiwera Falls in den Kaimai Ranges. Aus 150m Hoehe stuerzt das Wasser in die Tiefe, wofuer wir gerne eine 2h Wanderung bei moderaten Wetterbedingungen unternahmen.