Donnerstag, 18. November 2010

Keep on rolling...

06.10.2010:

Nachdem wir alle Sachen im Campervan wieder untergebracht hatten zog es uns nun endlich wieder hinaus ins Land. Naechster Stopp unserer Reise war Lake Tekapo, einem azurblauem Gletschersee, inmitten schneebedeckter Berge.


Von einer Anhoehe, dem Mt. John Observatorium hat man einen herrlichen Rundumblick und kann bei klarer Sicht sogar Mt Cook erkennen.

Die Region um Lake Tekapo ist vorallem bei Astronomen sehr beliebt, da sich hier bei Nacht ein sehr intensiver Sternenhimmel (the Milky Way) dem Beobachter zeigt. So verbrachten wir die Nacht unter freiem Himmel im "Irgendwo" um das Spektakel mitzuerleben. (Man soll tolle Fotos bei 30-minuetiger Belichtung hinbekommen - leider bot das Menu unsere Kamera keine solch' exklusive Option an...)


07.10.2010:

Am naechsten morgen machten wir uns auf zum Riesen - dem Mt. Cook (Aoraki). Mit stolzen 3.754m ragt der hoechste Berg Neuseelands empor. Dank dem phantastischem Wetter konnten auch wir ihn nicht uebersehen und verfehlen.

Als wir im oertlichen Informationscenter nach Wanderungen fragten, entgegnete man uns allerdings, dass wir keine Gipfelwanderung erwarten duerften. Nicht? Schade! Haben es doch schon so viele geschafft. :)
Wir entschlossen uns letztlich den Gipfel vom Boden aus zu betrachten und wanderten zum Kea Point, von wo sich uns eine tolle Sicht auf den Mt. Cook bot.


Auch die Wanderung zum nahegelegenen groeßten Gletscher Neuseelands, der Tasman Glacier, lohnte sich und versetzte uns in erstaunen.

Der Gletscher "lebt" so dass immer wieder Eisbloecke abbrechen und den Tasman River hinab treiben wo sie abschmelzen bevor sie Lake Pukaki erreuichen. Die umliegenden Gletscherseen verdanken ihre hellblaue Farbe durch die vielen aufgeloesten Sedimente, die das Sonnenlicht reflektieren - unvorstellbar, wenn man die braune Bruehe unmittelbar vor den Gletschern betrachtet!


08.10.2010:

Vom Mt. Cook ging es weiter nach Omarama, dem Ort dem Icebreaker sein Geschaeft verdankt. Hier werden vorallem Merino Schafe, jene Schafe die die kostbare Wolle ihr eigen nennen, gezuechtet und eben auch geschoren. Und da so ein "Sheep shearing" irgendwie zu Neuseeland dazugehoert, liesen wir uns dieses nicht entgehen. Leider, wie sich spaeter herausstellte, waren wir hier in eine Touristenattraktion gefallen, wo wir beiden einer 30koepfigen japanischen Reisegruppe deutliche unterlagen... da waere eine Trip zu einer der vielen Schaffarmen vielleicht authentischer gewesen?


Neben den Schafen gab es aber auch noch tolle Landschaft zu sehen! Nein, diesmal nicht schneebedeckte Berge, die wir irgendwie schon gar nicht mehr so sehr wahrnahmen, weil sie irgendwie eh zum Landschaftsbild seit mehreren hundert Kilometern gehoerten. Die Clay Cliffs weckten unsere Aufmerksamkeit und lagen - gluecklicherweise - ziemlich abseits von befestigten Straßen, so dass mit Reisebussen nicht zu rechnen war. Diese außerirdisch wirkende Landschaft ist das Ergebnis 2 Millionjahre enhaltender Erosion.


Nach soviel Landschaft...


...sollte es die naechsten Tage wieder etwas "staedtischer" werden. So machten wir uns auf den Weg zurueck an die Pazifikkueste nach Oamaru.

Unterwegs trafen wir 'oh wunder' am Wegesrand auf diesen Kameraden - und wir dachten wir treffen sie erst in einem Monat in Australien?!?

"Jo, servus!"

Farewell BBQ-Party

04.10.2010:

Unsere 3 tollen Monate in Methven waren dann doch wie im Flug vergangen und es blieb auch spuerbar nicht mehr viel Zeit um noch die restlichen Flecken Neuseelands Suedinsel zu erkunden. Da auch viele unserer Freunde den Ort in den kommenden Tagen verlassen werden luden wir alle zusammen um eine Abschieds-Grillparty zu veranstalten und die Erlebnisse der letzten Wochen auf uns wirken zu lassen...