Mittwoch, 17. März 2010

Ein Stück Heimat

Als ich mir heute früh eine Tasse aus dem Schrank nehmen wollte, traute ich meinen Augen nicht, denn was ich da sah war ein Stückchen Heimat. Ich verspürte gleich ein bisschen Heimweh und erinnerte mich an meine schönen Kindertage!


Und für alle die, die nix damit anfangen können, eine kleine Erklärung:

Genau so eine Tasse (roter Pfeil) hatte ich früher als meine persönliche Kaffeetasse bei Oma und Opa in Lichtenstein.

BBQ bei Peggy

13.03.2010:

Heute abend hatten wir unser erstes BBQ in Neuseeland bei Peggy (ihr wisst schon, ihr haben wir unsere Arbeit zu verdanken). Wir wollten uns schon lange mit einer Flasche Wein bei ihr bedanken, aber wollten auch nicht einfach vor ihrem Haus stehen, deshalb haben wir gewartet bis sie mal wieder im Landings vorbei schaut. Und so war es dann auch!

Ich stande gerade an der Kasse und habe sie nicht mal sofort erkannt! Wir haben dann unser Lunch (Mittagessen) mit ihr zusammen verbracht und ihr Neues von ihrer Stadt (Tairua) erzählt. :-) Sie kannte nicht einmal das Beach House, in dem wir zur Zeit untergebracht sind.
Bevor sie (Peggy und Peter Christian, ihr Mann) gegangen sind haben sie uns spontan auf ein BBQ bei sich heute abend eingeladen! Außerdem haben sie auch grad Besuch aus Ostdeutschland. Da haben wir nicht "Nein" gesagt! Das verspricht ein deutscher Abend zu werden, dachte ich mir!

Nach der Arbeit ging es dann noch schnell nach Whitianga (36km entfernt von Tairua) zum New World einkaufen. Wir haben es dann kurz nach 18Uhr zu Peggy geschafft.
Peter Christian hat uns herzlichst empfangen. Er war aber auch der einzigste, der da war. Die anderen waren noch am Strand. Er stellte uns frei, ob wir mit Vorbereiten wollen oder auch an den Strand gehen wollen. Die Entscheidung fiel uns nicht schwer, natürlich hilft man als Deutscher beim Vorbereiten!!! Und schon brachte er Würstchen, Kartoffeln, Pilze, Salat und vieles andere.

Wenige Minuten später kam auch schon der erste Gast, Nelson, mit seinem genau 2-monate alten Kind vom Strand! Es dauerte nicht lang und schon waren wir zu 7. und saßen mit gut gefüllten Tellern am Tisch und unterhielten uns in ... Englisch, weil Nelson als Einzigster kein Deutsch verstand. Also nix mit "deutscher Abend" ... aber seht selber.

(von links: Nelson, seine Frau, Peggy, Peter Christian, Hans und Christian)


Nachdem wir lecker geschlemmt haben, köpften wir noch den mitgebrachten Rosé und haben unseren Geist angestrengt, um mit 3 Messern eine Flasche in der Mitte von 3 kleinen Flaschen zu balancieren. Versucht das mal!


Sonntag, 7. März 2010

Rina & Christian @work

04.03.2010 und folgende:

Um 11Uhr hatte ich meinen Friseurtermin in Tairua. Da wir aber bereits 10Uhr vom Campingplatz in Whenuakite aufbrechen mussten, hatten wir noch etwas Zeit, die wir nutzen wollten um nach Arbeit im Tairua Landing zu fragen. Die Managerin stand auch gleich hinterm Tresen und musste schmunzeln, als wir ihr die Story mit Peggy und die daraus resultierende Jobanfrage erzaehlten. Sie suchte im Prinzip gleich jemanden! We got it. Da ich - wie ungluecklich - zum Friseur musste schob ich Rina vor, die schwupps-di-wupps eine Schuerze um hatte und hinter Kasse stand. :) Ich konnte dann am naechsten Tag einspringen und als "Springer" in der Kueche mithelfen und mit Sarina servwieren bzw. abraeumen.


Wir haben also Arbeit, ca. 6-8h pro Tag! Sorry fuer die, die noch weitere tolle Fotos erwarten - das wird jetzt erstmal einpaar Tage (Wochen?) dauern... Erst die Arbeit - dann das Vergnuegen, richtig!

Glück oder Zufall? Hot Water Beach & Cathedral Cove

02.03.2010 + 03.03.2010:

Wir begaben uns wieder Richtung Sueden, entlang an der Ostkueste der Coromandel Peninsula. So richtig wussten wir an diesem Tag nicht wo wir Halt machen sollten... im Nachhinein hatten wir unseren bereits in Deutschland geplanten Stopp am "New Chums Beach" verpasst. So tolle (ablenkende) Landschaften gibt es halt hier.

Im Seabreeze Tourist Park (Whenuakite) schlugen wir unser Lager auf um die Umgebung zu erkunden und nach Arbeit in naheliegenden Packhouse zu fragen. "Please fill out this application form. We will give you a ring." Also Erntezeit laesst noch auf sich warten.

Am Mittwoch ereignete sich dann noch folgendes:
Wir erreichten Tairua, einem kleinen ruhigen Staedtchen in einer idyllichen Bucht, und wollten eigentlich nur Briefmarken und einpaar Postkarten kaufen.


An der Kasse wartend sahen wir, wie einer aelteren Dame das Schlüsselbund herunter fiel, sie dies aber nicht bemerkte. Hoefflich wie wir nun aber sind, brachte ich ihr den Schluessel nach. Es stellte sich heraus, dass sie Hertha alias "Peggy" hiess und auch aus Deutschland stammt, jedoch bereits 13 Jahre hier in Neuseeland lebt. Wir quatschten bestimmt ueber eine Stunde und unter anderem empfahl sie uns, einmal gegenueber im "Tairua Landing" (Café+Restaurant) nach Arbeit zu fragen, da diese dort gerne Deutsche beschaeftigt hatten. Also gut, eine Frage und eine Hot Chocolate war es allemal wert - muss ja nicht immer Fruitpicking sein. "The manager will be back tomorrow." erhielten wir jedoch nur zur Antwort. Gut, dass war ja zumindest keine Absage. Noch schnell einen Friseurtermin fuer den naechsten Tag gemacht und dann ging es ab zum Sightseeing: Hot Water Beach und Cathedral Cove standen hier noch auf unserem Programm. 2 Highlights der Region.

Cape Colville

28.02.2010 + 01.03.2010:

Wir waren am noerdlichsten Punkt der Coromandel Peninsula dem Cape Colville angelangt. Der zerklueftet Zipfel ist aeußerst abgelegen.


Nach knapp 30km "Gravel Road" (wir mussten einpaar Schrauben am Van nachziehen) kamen wir in Port Jackson an, wo sich in einer tollen Bucht ein DOC-Campingplatz befand. Wir nahmen diesen fuer 2 Tage ein.

Coromandel Town

27.02.2010:

Coromandel-Town war unser heutiges Ziel, wo wir viele denkmalgeschuetzte Gebaude vorfanden. Hier existierten einst viele Goldminen. Am Standrand schlugen wir in der Tui Lodge unser Lager unter einem Zitronenbaum auf. Heute hatten wir nicht wirklich viel Lust etwas zu tun, da die Kombination aus Naesse vom Vortag und Hitze von Heute kaum trockene Bewegungen zuliesen. Dennoch wollten wir einmal einen Waschtag einlegen und die eher seltene Gelegenheit "Wash-Machine for free" ausnutzen. Hier auf der angenehm laendlichen, munteren Backpackeranlage war es richtig gemuetlich. Hier wären wir bestimmt auch noch laenger geblieben. Platz 3 nimmt die Lodge auf alle Faelle bei unserem internem Ranking ein. Toll war ebenso der kostenlose Fahrradverleih, der uns einlud, einmal im Linksverkehr in die city zu radeln. In NZ ist Helmpflicht.

Kauaeranga Valley

25.02.2010 + 26.02.2010:

Es war ziemlich verregnet den ganzen Tag. Vermutlich Ausläufer des Tsunamis, der sich - wie wir allerdings nur hoerten - im Pazifik tummeln tat.
Wir Verliessen wieder die Westkueste und brachen diesmal wirklich in Richtung Coromandel Peninsula auf. Miranda (ja, so wie die Limonade) suchten wir auf, weil es hier wohl seltene Vogelarten (Pfuhlschnepfe, Knuttstrandlaeufer) zu sichten gebe. Nun, bestimmt hatten diese Kollegen besseres zu tun bei dem Regen oder die sind wirklich sehr selten!! Man klaerte uns schliesslich auf, dass die Voegel erst bei High-Tide (Flut) zurueck kaemen und zu sehen seien. Wie es der Umstand eben hatte war gerade Low-Tide. 3 Stunden bis zur Flut warten? Im Regen? Nein danke... Lassen wir den Voegeln ihre Ruhe.

Ich lass im LP (Lonley Planet), dass in der Nähe von Thames - die Stadt wurde nach James Cook's Bemerkung benannt, dass doch das Gewaesser vor der Stadt der "Themse" glich - das vom DOC bewirtschaftete Kauraeranga Valley im coromandel Forest Park befand und man dort zu Preisen von $9 p.P. ziemlich abgelegen (Toiletten, aber kein Trinkwasser, nur klares und sauberes Quellwasser) campen kann.



Hier gab es viele gut angelegte Wanderwege. Sogar sehr viele: ueber 30! Wir planten fuer den naechsten Tag die beliebteste Wanderung zu den Pinnacles (759m), 6h hin und zurück. An manchen Stellen luden "Pools" (kuenstlich mit Steinen angelegt) im Fluss zum Baden ein.

Port Waikato

23.02.2010 + 24.02.2010:

Die Diesel-Steuer war ja nun bezahlt, also machten wir eine Tagesfahrt Richtung Süden, mit Stop am Black Beach in den Waitakere Ranges (nordwestlich von Auckland).


Nach der Pause ging es weiter, diesmal quer durchs halbe Auckland und auf den 4-, 5- oder gar 6-spurigen Highway... Augen-zu-und-durch!

Ohne Schramme und nach insgesamt knapp 500 (neuseeländischen!) Tageskilometern kamen wir in Port Waikato an. Warum eigentlich hier? Nun, vielleicht die falsche Ausfahrt? Vielleicht das "Campingplatz-Symbol" auf der Karte falsch interpretiert... wir wissen es nicht genau und sind mal wieder irgendwo im Nirgendwo angelangt. Eigentlich wollten wir ja in Richtung Coromandel Peninsula vordringen. Egal, 2 Tage Aufenthalt werden uns schon vermittlen, wo wir da eigentlich sind. Im Lonley Planet stand sogar etwas über diese Region! Hier lag die nördlichste "Herr der Ringe"-Location gleich 4km ums Eck'. Wo die Kalksteinklippen die "Wetterspitze". Fragt bitte nicht in welchem Teil!!! Wir wissen es nicht und Zeit Herr-der-Ringe 3-teilig anzusehen hatten wir freilich auch nicht. Hier aber ein Bild für die Enthusiasten: $10 für den, der uns den Teil und Minute aus Herr-der-Ringe nennt - ohne den Film durchzusehen oder Wikipedia zu befragen. ;)

Baylys Beach

22.02.2010:

Nachdem wir nun also keinem Kiwi begegnet waren, sattelten wir wieder unser "Pferd". Es ging vorbei an drei idyllisch gelegenen Suesswasser Seen: Taharoa Lake, Lake Waikere und Lake Kai Iwi. Unser Ziel war heute jedoch Baylys Beach, ein kleines Örtchen am Ripiro Beach, der längste, offiziell befahrbare Strand von Neuseeland. Nicht wie man vielleicht vermuten koennte der Ninety Mile Beach. Der Ripiro Beach ist stattliche 100km länger! Eigentlich wollten wir uns ein Quad ausleihen, um mal über den Strand zu düsen. Allerdings zerschlug sich ein mehrstuendiger Ausflug bei Preisen von $70/h und mehr. Also liefen wir einpaar läppische Meter am Strand entlang. Das klassische "an den Strand legen" war hier ziemlich uncool - so liesen wir auch das sein. Toller "Strand"!

Investiert haben wir bei einem kurzen Stadtbesuch in Dargaville in einen Volleyball (falls sich mal wieder ein "ruhiger Strand" finden lassen sollte). Rina hat sich vor lauter Begeisterung ein Schnorchel-Set gekauft.



Und naja, die groeßte Ausgabe an diesem Tag belief sich auf die RUC (Diesel-Steuer) mit $168 für 4.000km! Ja, wir haben schon 2.000 neuseeländische Kilometer hinter uns! Unbelievable!