Nach langen Überlegungen wo es heute hingeht, haben wir uns für Nord Auckland entschieden. Mit dem Discovery-Pass konnten wir alle Busse und die Fähre von Devenport zurück nach Auckland Downtown nehmen. So die Theroie!
Zuerst haben wir nach einem Bus und der dazugehörigen Station in Richtung Norden gesucht. Das war gar nicht so einfach bei dem Jungle von Buslinien und Haltestellen. Mit dem NorthStar ging es dann bis zum Ende der Linie - Waiwera, ca. 50km nördlich von Auckland.

Hier wollten wir unsere Wanderschuhe testen und über Felsen zu abgelegenen Buchten klettern, was aufgrund der Ebbe machbar war. Nach 500m bremste ein Angler unsere Abenteuerlust - nur weil wir ihn gefragt hatten - und wies uns darauf hin, dass bereits die Flut eingetreten ist und das Wasser schnell zurück käme... Klasse!

Somit kehrten wir um und nahmen den nächten Bus zu den "erreichbaren" Buchten. Wir muessen ja den Discovery Pass ausnutzen!!
Shakespear Regional Park auf Whangaparaoa Peninsula versprach laut Reiseführer eine abelegene Bucht: Pink Beach. Klingt doch gut, oder?
Also ging es erstmal zurück nach Silverdale, wo wir eine Umsteigemöglichkeit vermuteten, uns jedoch dummerweise 100m davor absetzen liesen und den Anschlussbus verpassten... 50min in irgendeinem Kaff warten. Während wir warteten tauchten plötzlich Busse auf, die selbst die Anzeigetafel nicht kannte!? Irgendwann sassen wir dann im richtigen Bus, mit dem wir mal wieder ans Ende der Linie fuhren - Army Bay, Shakespear Regional Park.
Laut Beschilderung sollte "Pink Beach" in 20-30Minuten erreichbar sein - abgelegen eben.
Beim dritten Anlauf fanden wir dann auch den richtigen Trail in Richtung Pink Beach.
Durch Schafkoppeln, wo wir erstmals die beruechtigten Schafe sahen (Neuseeland ist ja hierfuer bekannt), und einen Kauri-Wald mit noch jungen Kauri-Baeumen.
Zwischenzeitlich genossen wir den Ausblick von einem Lookup und liefen weiter über Schafkoppeln.
Und dann war er da: Pink Beach!
Ein 20qm größer flacher Felsen sollte der "Beach" sein. "Maximum 15 persons" stand einzigen Hinweisschild. Ahja! Na toll... die Enttäuschung war nicht unbedingt zu verbergen. Was nun? Erfreuen oder nochmal 40min zu einem wirklich idyllischen Fleckchen Sandstrand?!
Naja, die Pfunde sollten ja auch irgendwie purzeln und wir wollten ja eigentlich heute nicht ausschließlich baden, sondern auch durch die Natur wandern. Die passenden Schuhe hatten wir ja an, um bei gefühlten 30Grad quer durch einen Regionalpark zu wandern. Nach den besagten 40min erreichten wir dann über Trampelpfade einen schönen Strand - sah sogar so aus, wie im Prospekt. ;o)
Nach kurzer Entspannung, es war schließlich schon 19Uhr(!!!), mussten wir wieder zurück zum Bus Stop, um den letzten Bus nach Auckland zu bekommen. Punkt 22Uhr waren wir wieder zurück. Aber das sollte noch nicht alles an diesem Tag gewesen sein, denn unser Wasservorrat war restlos aufgebraucht (oder bei der Hitze verdunstet?).
No problem! Supermarkt hat ja 24h an 7 Tagen auf. Also shoppen stand noch auf dem Programm. Gegen 23Uhr erreichten wir die Dusche im Hotel.
Lektionen des Tages:
1) Zeittafeln an Bushaltestellen haben nur symbolischen Charakter. Einzig positiv: es tauchen Busse auf.
2) Nicht alles was "Beach" heißt muss Sand als elementaren Bestandteil sein eigen nennen. Felsvorsprung ins Wasser reicht aus.
3) There are many sheep.
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